ilter Architekten
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Benjamin Franklin Village

Die Planung um das Benjamin Franklin Village in Mannheim gliedert der Entwurf von ilter Architekten in mehrere unterschiedlich strukturierte Zonen, die sich hinsichtlich ihrer Ausdehnung, Dichte und Körnung am Bestandsumfeld orientiert. Zwei großzügige Quartiersplätzte und 2 dezentrale Nachbarschaftsplätze gliedern das Planungsgebiet und definieren den öffentlichen Raum.

Benjamin Franklin Village

Benjamin Franklin Village
Mannheim
Wettbewerb 2014
24.000 m² BGF
Status 2.Preis

Städtebauliches Konzept

Zonierung - Die Planung gliedert sich in mehrere unterschiedlich strukturierte Zonen, die sich hinsichtlich ihrer Ausdehnung, Dichte und Körnung am Bestandsumfeld orientiert. Zwei großzügige Quartiersplätzte und 2 dezentrale Nachbarschaftsplätze gliedern das Planungsgebiet und definieren den öffentlichen Raum.

Freiraum und Plätze - Der Quartiersplatz Süd bildet einen öffentlichen Auftakt in das Gebiet und umfasst neben gestalteten Grünflächen und Spielzonen, eine gepflasterte Platzfläche, auf der ein kleines Gebäude für Nahversorgung vorgesehen ist. Darüber hinaus befindet sich auf dem Platz eine Carsharing-Station und Lademöglichkeit für E-Mobility, sowie eine Haltestelle für den öffentlichen Nahverkehr.

Der Quartiersplatz Nord ist eine grüne Parkanlage und gliedert sich an den aus dem Rahmenplan angesetzten Fuss- und Radweg in die östlich angrenzende Feldflur und Jugendreiterhof an. Der Platz beherbergt diverse Spiel und Sportmöglichkeiten, wie z.B. eine multifunktionale Rollerskatebahn, sowie der Möglichkeit zur Beherbergung einer Kita.

Innerhalb des Grant Circle sind 2 Nachbarschaftsplätze vorgesehen, die von einem definierten Gebäudeensemble gefasst werden. Beide Plätze des Quartiers haben einen halböffentlichen Charakter, der ideale Bedingungen, insbesondere für Familien bietet. Auf beiden beiden Nachbarschaftsplätzen sind Grünflächen mit verschiedenen Sitz- und Spielgelegenheiten vorgesehen.

Stadtökologie - Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes soll minimiert werden. Plätze und private Wohnwege sollen soweit möglich versickerungsfähig ausgebildet werden. Ein möglichst hoher Anteil der Dachflächen soll begrünt werden, um den Regenwasserabfluss zu verzögern und die Verdunstung zu begünstigen. Über ein großzügig angelegtes Regenwasserversickerungssystem, wird das Regenwasser gezielt in Versickerungsbereiche (Rigolen) an den Quartiers- und Nachbarschaftsplätzen zugeleitet und dient zur Verbesserung des Mikroklimas.

Architektonisches Konzept

Das gesamte Quartier wird in Fünf Zonen gegliedert, in denen die Bebauungsdichten und Haustyp-Konfigurationen variieren. Dem Maßnahmenbündel Energieeffizienz des Auslobers wird Rechnung getragen. Je nach Gebäudetyp werden energetische Bausteine, wiezusätzliche Photovoltaik-Anlagen, die Anwendung von Smart-Home-Lösungen, die Verbindung von Erneuerbaren Energien und E-Mobilität (Smart Grid Integration) angeboten.

Bestandsgebäude Die bestehenden Gebäude sollen aus Gründen der Nachhalitigkkeit und der Wahrung der Siedlungsstruktur erhalten bleiben. Ihre Ertüchtigung umfasst sowohl eine energetische Sanierung (EffH 55), als auch eine Aufwertung der äußeren Gestalt in eine moderne Architektursprache.

Neubauten Es werden verschiende Wohntypologien wie Hof-, Ketten-, Reihen-, Doppel- und freistehende Einfamilienhäuser mit unterschiedlichen Grössen und Energiestandards (EneV oder EffH 100) angeboten. Dächer werden als Flachdächer mit einer extensiven Begrünung und Dachterrassen versehen. Durch Hinzufügen eines Staffelgeschosses lassen sich die Haustypen in ihrer Größe und Erscheinungsbild variieren. Die Architektursprache lehnt sich mit ihren klaren Formen an die klassische Moderne an.

Erschliessungskonzept

MIV - Die Gebietserschliessung erfolgt an 2 Zufahrten über die Wasserwerkstrasse und bindet das Planungsgebiet an das öffentliche Straßennetz an. Für die südliche Hauptzufahrt wird ein Kreiselverkehr angedacht. Innerhalb des Planungsgebiets bleibt das bestehende Straßennetz mit dem Grant Circle als Ring-und Haupterschliessungststrasse erhalten. Die Taylor Street wird als Fahrradstraße ausgebildet.

Parken – Die notwendigen 20% öffentlichen Parkplätze konzentrieren sich jeweils an den Quartiers- und Nachbarschaftsplätzen. Vor den Garagen wird eine 5m Vorgartenzone freigehalten, die als Besucherstellplatz oder 2 Stellplatz genutzt werden kann.

E Mobility – Eine Car Sharing Station, sowie eine Station für E-Mobility stehen den Bewohnern am Quartiersplatz Süd zur Verfügung.

ÖPNV – Das Planungsgebiet wird mit einer Buslinie an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Bushaltestellen befinden sich an den Quartiersplätzen. Fuss- und Radwege – Das vorgeschlagene Verkehrskonzept sieht einen Ausbau und eine quartiersübergreifende Vernetzung der Fuss- und Radwege vor. Im Norden ist in Ost-West-Richtung eine neue Fuß- und Radweg-Verbindung geplant, welche entlang der Hayes Street einen markiertem Radweg und einen Grünstreifen mit Fußweg aufweist. Weitere Fuss- und Radweganbindungen sind an den Randbereichen des Quartiers vorgesehen. Eine Querung des Quartiers in Ost- West-Richtung wird durch die Nachbarschaftsplätze gewährleistet.

ilter Architekten & Raimund Holubek in Auftrag für
Fischer Architekten Mannheim